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Montag, 13. Dezember 2010

Je mehr Licht, desto weniger Dunkelheit!

Zum dritten Advent endlich ist mir auch ein Licht aufgegangen – und ich habe unser Häuschen und meine Dunkelheit etwas erleuchtet.

Physikalisch gesehen ist Dunkelheit / Finsternis aber gar keine eigenständige Größe, - keine separate Kraft, - LICHT ABER SCHON! Licht ist eine physikalische Größe und messbar – Dunkelheit nicht. Was ist Dunkelheit? - Dunkelheit resultiert lediglich aus der Abwesenheit von Licht. In dem Moment, wo nur eine kleine Lichtquelle in einen finsteren Raum kommt, wird es hell. Licht vertreibt Dunkelheit – immer! - Und dafür braucht es erst einmal nicht viel. Genauso ist auch Schwarz keine Farbe, und entsteht durch die Abwesenheit von Licht. Im Gegensatz dazu ist Weiß das Zusammenspiel aller Farben des Lichtspektrums. So gesehen hat Dunkelheit dem Licht absolut nichts entgegenzusetzen. Wo Licht einfällt weicht Dunkelheit automatisch. Dunkelheit ist Lichtleere!

Um nicht nur erhellt, sondern auch unbeschwert ins neue Jahr zu starten, bin ich mal wieder am aufräumen und ausmisten. Denn der Mensch benutzt nur etwa 20 Prozent seiner Besitztümer oft und gern... habe ich gelesen.

Wenn ich also seelisch wieder bei Kräften bin, möchte ich auch meine körperliche Unbeschwertheit wieder mehr ins Auge fassen... bin ich doch fast zwei Jahre nach Beginn des Blogs gewichtstechnisch wieder am Ausgangspunkt...

Monsterfrei, licht, leicht und farbenfroh möchte ich leben! Bitte.

Freitag, 16. Januar 2009

„Man kann auch Flöhe UND Läuse haben.“

... so beschreiben Mediziner gerne Komorbidität (zugleich Auftreten mehrerer Störungen oder Krankheiten). Komorbiditäten können, müssen aber nicht – im Sinne einer Folgeerkrankung – ursächlich mit der Grunderkrankung zusammenhängen.

In meinem Fall geht die überproportionale Gewichts-Zunahme (inkl. aller Jojo-Aufs-und Abs) definitiv mit meiner Diagnose Bipolar einher. Zwar war ich nie eine Elfe, hatte immer schon einen "Latina-Po" und guten Appetit (besonders auf Schokolade), doch mein Gewicht war in den ersten 20 Jahren meines Lebens völlig normal. In meiner ersten Major Depression 93/94 nahm ich ab bis auf 50 kg. In den 15 Jahren seitdem habe ich mich verdoppelt.

Heute beweist die Forschung: bei Patienten mit Adipositas zeigt sich oft auch eine bipolare Störung. Affektive Störungen werden mit verschiedenen körperlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas in Verbindung gebracht. In einer Studie aus Italien wiesen 89 % der Patienten, die mit schwerer Fettleibigkeit in eine Klinik eingewiesen wurden, in irgendeiner Form eine bipolare Störung auf.

Auch wenn der Kausalzusammenhang noch unklar ist, mag es bei dieser hohen Inzidenz für eine bipolare Störung bei adipösen Patienten kein Zufall sein, dass Noradrenalin, Dopamin und Serotonin an der Regulation des Glukosestoffwechsels beteiligt sind. Außerdem sollte man das Risiko der Gewichtszunahme durch Antipsychotika neu bewerten.

Interessanterweise zeigte keiner der Patienten mit Adipositas und bipolarer Störung einen Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, eine ja sonst häufige Komorbidität der bipolaren Störung. Das übermäßige Essen scheint hier eine gleichwertige Form der Sucht darzustellen.

Auch berichten bei der Einnahme von Lithium 48 % über eine Gewichtszunahme, bei Neuroleptika (Manie-Dämpfer) und Antidepressiva sogar noch mehr.

Natürlich bin ich lieber zu dick und werde dafür aber nicht von meiner erkrankten Psyche gestört, doch die Rechnung geht leider nicht immer auf und im schlimmsten Fall bin ich dann ein adipöser Psycho! Super, das klingt ja sexy!

Doch nun und fortan werde ich mittels gesunder Ernährung 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen und sowohl meine physische als auch meine psychische Gesundheit optimieren!