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Donnerstag, 11. Juli 2019

RÜCKBLICK 2018 & Die ganze Geschichte in Kurzfassung...

Zwischen Juni 2018 und Mai 2019 
klafft eine große Lücke ohne Eintragungen in der voll beweglichen Tante... einen Rückblick auf 2018 gab es zum Jahreswechsel auch nicht. Ich verbrachte Silvester im Bett und wünschte mir, tot zu sein... hier und jetzt reiche ich den Jahresrückblick 2018 nach:

Jetzt, da ich endlich wieder aufgetaucht bin, will ich mich mal an eine Aufarbeitung meiner bisher längsten und intensivsten Doppelphase (4 Monate manisch + 8 Monate depressiv = 1 Jahr!) wagen. Mein Blog, meine sicht, meine Interpretation, meine "Wahrheit"...

Vorab eine Bildergeschichte aus meinem iPhone: ... mein krasses krankes Jahr von Juni 2018 bis Mai 2019...

An meinem 47. Geburtstag ist im Mai 2018 war ich heiter und noch euthym. Während der zwei kleinen Urlaubs reisen davor (Segeln und saufen) auch.
Im Juni starb mein Jugendfreund und bereits bei seiner Beerdigung fragte mich meine beiden ABFs Kati und Geli (ihrerseits Kiga Freundinnen) liebevoll-kritisch und leicht besorgt, ob ich nicht schon etwas manisch abheben würde… ich werde zukünftig gerne eher auf sie hören... obwohl das auch eine Gratwanderung sein kann, denn wer wird schon gerne streng beäugt und hinterfragt... und das auch noch bei guter Stimmung...?

Die Arbeit an meinem Portfolio im ersten Halbjahr 2018 inklusive der Beschäftigung mit meiner Historie und Plänen kickte/triggerte mich bereits... und meine Selbstliebe steigerte sich schon leicht in manischen Narzissmus... es folgte die Entdeckung von Facebook-Live samt aller lustigen Filter, die einen in andere Rollen schlüpfen lassen und eine Bühne samt Publikum bieten; sowie die Wiederaufnahme einiger gemeinsamer Businessideen mit meinem BEDW inklusive Buchung teurer Onlinekurse (die wir später glücklicherweise grossteils wieder abbiegen konnten)... 

...dann der so so heisse Sommer: sehr viel schwitzen, sehr, sehr viel trinken... u.a. ein sehr heisses Wochenende mit dem HAPS in der Servicewüste Warner Brother Movie World... 

... und da war dann der Salat  –
bzw. der SUPERGAU: ich hypomanische Frau musste meinen hochmanischen Gatten "in Pflege geben" - an den vergleichsweise besten Ort hier in der Gegend... somit war dann aber die "schicke" Schwerpunktstation für Bipolare für mich gesperrt... 

Für mich folgten 2 Prüfungen und Zertifikate (EX-IN-Genesungsbegleiterin und Access Bars) und ein großes Einsamkeitsgefühl (alle im Urlaub und mein Gatte auch nicht bei mir, ja nicht einmal "da")... zu meiner Prüfung hatten alle Mit-Azubis viel Familien- und Freundes-Besuch, ich niemanden.

Meine (leider total begründete) Angst vor der absolut unzumutbaren Klinik Köppern, Paranoia und mein eigener Genesungswunsch trieben mich fort... ich wollte mich in Nordafrika erholen. Zunächst wollte ich zu Yassine, wie schon im Februar, doch der sprang im letzten Moment ab... FB "sei Dank" fand ich in Tunesien eine herzliche 10-Köpfige Familie, endlich liebevolle Umsorgung, die Ruhe der Wüste, Kamelrücken und sonstige Entzücken... traurig: nicht der junge Kerl war der Heiratsschwindler, sondern ich (unzurechnungsfähig*) die (manische) Schwindlerin... 

*Ja, es war eine aus Unzurechnungsfähigkeit geborene Idee, meinen Holger im Krankenhaus zurückzulassen; Hausschlüssel, Laptop-Passwort und unseren Augapfel Lucie einem wildfremden jungen Gambesi anzuvertrauen, den ich kurzerhand eingeladen und zu meinem "Personal Assistant" erklärt hatte... glücklicherweise WAR er wirklich vertrauenswürdig... dennoch als Hundesitter völlig ungeeignet, was weitere Katastrophen nach sich zog...

Nach einer umständlichen (2 Flüge "verpasst") und dadurch leider sehr teuren Hinreise landete ich also mittellos in Tunesien. Es folgte Horror. Nicht dort. Sondern von Zuhause aus: "Dein Hund kommt ins Tierheim, komm heim." "Ihr Mann ist für Sie nicht zu sprechen". "Du bekommst kein Geld, aber komm sofort nach Hause" usw...

Nach viel Hin und her und vielen Versuchen meinerseits flog ich nach 3 Wochen Wüste tatsächlich wieder heim. Da mein Rückflieger nur bis Zürich flog, legten meine Weiber für ein Flixbusticket zusammen und sich auch sonst mächtig ins Zeug, sie hatten es dabei alles andere als leicht und waren auch relativ alleine mit ihren Bemühungen um mich.

Daheim wurde es noch grausamer. 

Niemand holte mich am Busbahnhof ab, niemand sprach mit mir, besuchte mich, half mir. Am Schlimmsten: war ich doch hauptsächlich wegen ihr so umständlich zurückgekehrt, bekam ich Lucie nicht, erfuhr nicht, wo sie war, wurde erpresst... und dadurch immer rasender...

Schliesslich wollten meine tapferen, liebevollen, erschöpften und hilflosen Weiber mich, Hilfe und Heilung für mich wünschend, unterbringen – sie besuchten mich zu einem Weiberfrühstück und fuhren mit mir anschliessend (hektisch, ich konnte mein Brötchen nicht fertig kauen und auch nicht richtig packen, vergass sogar mein Handy) DOCH NOCH an jenen zerstörerischsten Unort, den ich kenne... und ich sollte ihn noch schlimmer kennenlernen... trotz anderer Ideen, die ich hatte, um meine Gesundung zu ermöglichen, fügte ich mich - UM DES LIEBEN FRIEDENS WILLEN... war fortan wieder eine gefühlt lange Zeit alleine in der Hölle vitos Köppern, wo ich schwer bezahlte. 

Vitos Waldkrankenhaus Köppern: unmenschliche Folter (= drei fragwürdige Fixierungen) und unzähliche Trigger - auch durch die anderen zumeist noch verrückteren Mitpatienten - verschlimmerten meinen Zustand zunächst noch... so noch nie da gewesene manische Psychosen blühten auf... 

Erst ab dem Tag, an dem mich nach 5 langen Wochen erstmals mein Gatte samt Lucie und meiner Mutter besuchte, fing ich an zu genesen... 

Ende Oktober durfte ich endlich nach Hause. Zunächst mit getrennter Bettstatt. 

Doch anstatt uns zu trennen, wollten wir beide doch aneinander und unserer Ehe festhalten. Welch Glück. Gegenseitige Vergebung war uns möglich durch unsere jeweilige intensive Kenntnis manischer Zustände und ätzender Begleitumstände aus eigener Erfahrung. Und wir und unsere Beziehung sind immernoch am Heilen.

Unseren Neuanfang konnten wir leider nicht geniessen: bereits nach kürzester Zeit sahen wir dem anderen Extrem in seine hässliche Fratze: ich fiel in tiefste suizidale Depression. Sie währte acht Monate lang. Glücklicherweise wurde ich in der passablen Tagesklinik Bad Homburg aufgefangen und sogar unüblich lange betreut, bzw. vor mir selbst und meinem starken Todeswunsch beschützt.

Es gibt viele Learnings aus meiner letzten Doppel-Episode. Und aus unserem Supergau, beide gleichzeitig manisch zu sein. Ich trage gerade alles zusammen. Und wir sind dabei, für die Zukunft Vorkehrungen zu treffen... stets in der Hoffnung, dass die Phasenprophylaxe und Neuroleptika nicht nur fett machen, sondern auch weiteren Extrem-Ausschläge vorbeugen... sie verhindern... und auch sonst all unser Wissen über Selbstheilung... Es gibt ein Codewort für mein sich sorgendes Umfeld*: bitte ruft mich rechtzeitig (lieber zu früh als zu spät, lieber einmal zuviel als zuwenig) zu: 
"HASHTAG ZWANZIGACHTZEHN!"

An meinem 48. Geburtstag 2019 waren zwei der Weiber mit uns bowlen, es folgten ein Berlintrip (BERLIN = IMMER SCHÖN!!), unser wunderbarer Rosas-Urlaub 2019 und wieder eine Purpur-Tour (diesmal nur für 1 Nacht ins Frankenland)... 

Aktuell arbeite ich zunächst einmal in den Oberurseler Werkstätten... seit Kurzem bin ich unter dem Teppich hervorgekrochen und das ist natürlich nicht das Ende vom Lied... sondern wieder man nur der Anfang... oder die Fortsetzung... apropos: es gibt auch wieder neue MUSENFUNKEN und BLUNALAND artblog-posts...

Von allen blöden Losen ist mir übrigens meines nach wie vor noch das Liebste... jetzt leicht gesagt...


Dienstag, 25. November 2014

Mein Job


Kommunikationsdesignerin
Frei und/oder Anstellung suchend.

Muse.

Fr/au/chen/
   /eundin.

Gesund werden.
Betrifft Haut, Haare, Übergewicht, Psyche.

Da ich zu diesem Zeitpunkt keinen festen Job habe (Ergebnis und widerum Hauptgrund meiner zeitweiligen Verstimmungen*), mache ich gesund werden zu meinem aktuellen Hauptjob. Schließlich habe ich ja nichts zu verlieren.

*Letzte Manie: Anfang 2013. 
Folge: Job los. 
Folge von beidem: Depression.
Langzeitfolge: Ich weiß nicht mehr so richtig, was ich will, was ich kann, was echt ist und was heiße Luft. Wo und wann kann ich mir selbst vertrauen? Das ist vertrackt. Und beknackt.

Heutige Sofortmaßnahme: jetzt gehe ich jetzt mit dem Hund in die Sonne, tief atmen und mache anschließend Yoga. Dann räume ich weiter auf. Aussen wie innen ;)


Sonntag, 17. Februar 2013

Gazpacha and Friends

Die guten alten Zeiten. Gazpacha in her early years of the spiritual flamenco path. CAMINO FLAMENCO ESPIRITUAL. Mit Raphael Brunn und Arturo Martinez, als Raphael seinen Lehrer noch zu schätzen wusste. Mit Torombo im Tigerpalast, zu Zeiten von Raphaels Vater Francis Brunns INCOGNITO. Mit Raphael im Fotostudio von Daniel Schettling, Frankfurt. Mit Juanito Villar bei einem Festival Anfang der 90er – kurz vor meinen ersten beiden Phasen von Depression und Manie.

Meine Vergangenheitsbewältigung führt dieses Wochenende noch viel tiefer. Beim HunaMatrixHealing Seminar von David Rene Vosen (DANKE UNIVERSUM!!!) konnte ich mir bisher nicht nur selbst von der wirklichen Existenz des Quantenfeldes* (ähnlich wie das Realisieren von DIE ERDE IST KEINE SCHEIBE!!!) und der 2 Punkt Methode (Quanten, Matrix, Theta Healing Energetics, Inform, Bla bla bla... alles Worte, Bezeichnungen) überzeugen und sie anwenden, ich genieße auch die Hilfe von Erzengel Raphael, habe meinen eigenen Shiva Lingam um den Hals und nahezu alles begriffen und in meinem System aufgelöst, was mich jemals blockiert und krank gemacht hat. Puh. (Da mache ich 20 Jahre lang rum und jetzt ging's in 2 Tagen!) ALHAMDUDILLAH! Danke. Danke. Danke.

Heilung.

* Der BEDW und mein Freund Bocuse übrigens auch, Freitag abend waren wir noch beim Erlebnisabend von Corinna Agrusow und beim zweiten Versuch hats meinen Liebsten auch umgehauen. Ich konnte schon gar nicht mehr gerade stehen bleiben. Wer das allerdings WIRKLICH mit LIEBE und Authentizität kennenlernen möchte, dem empfehle ich David!!!

Freitag, 30. September 2011

Statt Klapse...

... habe ich meine Psychiaterin davon überzeugt, mich zu Hause "genesen", d.h. "runterkommen" zu lassen. Zu meinen Selbstheilungsaktivitäten gehört schlafen (manchmal gelingt's), saunen und sonnen, meditieren mit Pernilla Renner (live) und Rebecca Rosin (CDs) und spielen mit SARKs creative dream game card deck. Bin auf einem guten Weg. Danke.

Freitag, 9. April 2010

Sparsam...

... bin ich heute Morgen endlich mal wieder. Anstatt mir dieses Motiv als Kühlschrankmagnet zu kaufen, platziere ich es hier zum selbst ausdrucken, ausschneiden und anbringen an Spiegel, Lenkrad, Schleppi und eben Kühlschrank. Bedient Euch, Leute, und verratet mir, ob's wirkt.


...
war ich ansonsten in den letzten 2 Wochen nicht.

Achtung, vorsicht – es folgen erschreckende Bilanz und ehrliches Geständnis: Anstatt sparsam zu sein, habe ich mich "gepflegten manischen Kaufräuschen" bei IKEA, in Schuhgeschäften, Klamottenversendern und im iTunes & Apps-Store hingegeben. Ääääääääh... etwas hemmungsloser als sonst... (oh weh, ich zittere vor dem Groll des cholerischen BEDW...)

Doch das hört jetzt auch wieder auf! Denn mein Urlaubs-Budget geht nun gen Null und seit ca. 2 Tagen hat mich die manische Energie spürbar verlassen, gäääähn!

Um dieser postmanischen Erschöpfung (gepaart mit der herkömmlichen Frühjahrsmüdigkeit) entgegenzuwirken, drehe ich täglich vorsichtige kleine Wald-Runden: vorgesten auf'm Radl, gestern gar joggend im OP-Narben-gerechten Rentnerschritt und jetzt gleich wieder mit'm Radl. Leonie freut sich! Und das Fitnessstudio ruft auch immer lauter nach mir... Verlinkt habe ich hier meine schon größeren Erfolge der jüngeren Vergangenheit – da will ich wieder hin!!!

Zur rosa Bildwelt dieses Posts passt ja meine Frühjahrsblümchen-Dokumentation. Genau: "Je vois la vie en rose", können wir singen, wenn wir vor unsere Haustüre treten. Wie kann ich bei solch einem schönen Innen- und Außenleben jemals depressiv werden, frage ich mich oft. Tja, darum heißt es "Krankheit" und ich komme vergünstigt ins Freibad...

Mit Surftipp No. 42 kann ich mich beispielsweise exzessiv meiner Johnny-Depp-Hysterie higeben. Ausprobieren!

Donnerstag, 1. April 2010

Neue alte Liebe

Zwar würde ich für Apple nicht töten, bin aber ein großer Fan. Als Grafikdesignerin zwangsläufig – aber auch sonst! Anhand der Geschichte von mir und meinem iPhone will ich mal erklären, wie so ein Psycho tickt. Also ich. Anfang 2008 bekam ich vom BEDW das iPhone. Es sollte mich bei einem geplanten beruflichen Neustart unterstützen. Dieser war aber zum Teil eine manische Idee. Und eben diese damalige Manie vereitelte dann auch weitere vernünftige Schritte. Und so blieb alles beim Alten. Es folgten, wie meist auf eine manische Phase: Scham, Schmerz und Blockaden. Das macht sich leider oft an Dingen aus dieser Zeit fest. In diesem Fall konnte ich mein iPhone kaum noch benutzen. Höchstens in Einzelfällen als Telefon. Meistens war es aber leer und lag irgendwo unbeachtet herum. Das konnte der BEDW nicht verstehen und war enttäuscht.

Nun habe ich diesen Mechanismus entlarvt und mein iPhone aus seiner Verdammung befreit. Meine aktuelle Hauptbeschäftigung: es mit Musik zu füllen. So rettet es mich in schlaflosen Nächten vor den Schnarchattacken des BEDW.

Jüngst schlief ich drei Nächte lang im Tantenkinderbettchen und nahm dazu Schlaftabletten. Als ich es dann einmal ohne probierte und erfolgreich 9,5 Stunden durchschlief, beschloss ich wieder im Ehebett und ohne Zusatzpille zu nächtigen. Leider klappte das die letzten beiden Male nicht mehr so vorbildlich. Um wegen des Schnarchers und meines manisch-fragilen Schlafs nicht wieder ausziehen zu müssen, stecke ich mir nun also die earphones in die Ohren. Mit dem Rilke oder Hesse-Projekt oder Dolphinsounds ist mein Nachtschlaf gerettet.

Meine Playlist wäre ein nettes Thema für "Das kleine Special". Ebenso eine Booklist. Oder shoppingnicethings. Andermal.

Zum Thema Musiiiiik passt Surftipp No. 37!

Montag, 29. März 2010

Die voll verrückte Tante allein zuhaus

Zu allererst ein TV-Tipp, für alle, die wissen wollen, warum die Tante zwar momentan leider immer noch nicht voll beweglich, dafür aber bissl crazy ist.

Am 30. März 2010 um 23:00 Uhr ist Eleonore Weisgerber zu Gast bei "Markus Lanz" im ZDF. Ebenfalls ist Frau Weisgerber am 22.5. 2010 bei "Lafer, Lichter, Lecker" 16:15 - 17:00 Uhr im ZDF zu sehen. Ihre Stiftung dient der Öffentlichkeitsarbeit für die bipolare Störung.

Mehr auch unter Surftipp No. 35

Flamencosingen gestern war super! Es glich mehr einer Gruppenschreitherapie oder einer weiblichen Alternativveranstaltung zu männlichem Fußballgegröhle... aber genau damit hat es seinen Zweck voll erfüllt. Alle waren glücklich, froh, ausgepowert und heiser. Es waren zwar auch drei Männer da, aber das waren die Gitarristen!

Die Texte, die uns Carmen, eine waschechte Gitana aus Utrera mitgebracht hat, handelten von der paradiesischen Schönheit von Cadiz, wenn man sich dieser sonnigen Perle Andalusiens vom Meer aus nähert. Oder von deinen und meinen Haaren die sich (vor lauter Liebe?) so stark miteinander verwurschtelt haben wie die Brombeerhecke hinter meinem Haus... Nur mal zur Info – ja sowas singen die Flamencosäger/innen...

Dank Gegröhle, viel + spät indisch essen (mjammm) und meiner Schlaftablette habe ich durchgeschlafen wie ein Stein. Von 22.30 h bis 5.30 h. Schon mal nicht schlecht. Mein Solarplexuschakra rast heute nicht mehr wie irre, ich bin bissl groggy und werde jetzt ruhig weiteraufräumen und eigenverantwortlich, brav und selbstdiszipliniert meine 2-Do-List abarbeiten...

Nur joggen geht eben noch nicht. Als walke ich jetzt mal den Hund und mich, hasta luego!

Sonntag, 28. März 2010

Emo-Sanatorium

Bin dabei, mich zu beruhigen. Mit Kuscheldecke und Schleppi vor die Carlotta (Del Castelmonte, Kaminofen) in den Liegesessel gekuschelt, der BEDW macht ein Feuerchen. Dazu lausche ich seelig den genialen Klängen meiner "Grufti"-Jugend-Lieblinge*. Da kommt man auch ohne Joint oder Neuroleptika ganz chillig drauf... ;-)

Als Kontrastproramm lerne ich heute Nachnittag im Flamenco-Sing-Workshop "Alegrías". Mein Liebligsstil: Freude. Passt zwar nicht so gut zu The Cure, dafür aber haargenau zum angenehmen Hauptgefühl der Manie. Allerdings würde ich glücklicherweise zur Zeit auch ohne Manie Freude empfinden. Uff. Jetzt muss ich halt aufpassen, den Verstärker nicht zu laut einzustellen ;-)

Wäre ich heutzutage jung, wäre ich vielleicht ein Emo?
Wobei ich mich auch zwischen 24 und 24 nicht festlegen konnte: einen Tag Yuppie-Gör mit Blazer und Pumps, den nächsten Tag "DarkWave-Gothic-Gruftie" mit schwarzem, langem Mantel und Stahlkappenschuhen. Und am nächsten Tag wieder eine Mischung aus Hippie und Carmensita, Olé! Gerne war ich auch unterwegs im Dirndl und oder mit Seppelhut, jodeldijöh ;-)

Damals schwankte meine Kleidergröße zwischen 36 und 40. Doch mit 23 wurde ich auf meine Lithiumprophylaxe eingestellt, nun nehme ich es schon fast mein halbes Leben und "erfreue" mich des Jojos :-<

Aktuell wegen meiner bipolaren Manie-Phase krangeschrieben zu sein, fühlt sich sehr seltsam an. Weil mir aber selbst der schnelleste Rechner aktuell zu langsam ist und ich auch sonst meine krankhaft übersteigerte Ungeduld nur schwer zügeln kann, mitunter leicht aufbrause und distanzlos oder aggresiv reagieren kann – ist es besser ich spinne NICHT an meinem wertvollen, geliebten Arbeitsplatz herum!!

*Hinter Surftipp No. 34 verbirgt sich ein meiner All-Time-Lieblingslieder. Gesungen von Robert Smith, nicht etwa Edward mit den Scherenhänden...

Freitag, 26. März 2010

Keinen Schritt weiter!!!


Tja, so sieht es aus. Auch wenn sich momentan das scheinbar nettere Monster um mich herumschleicht, mich umwirbt und mich (scheinbar) mit süßer Energie beschenkt – kann es mich mal! Ich werde keinen Schritt weiter gehen!

Gründe für mein Kippen gibt es genug: Frühling, Frühling, im Job* ist's grad gut und sowohl mein Papili als auch ich haben unsere OPs gut überstanden...

So, jetzt schneide ich Birnen fürs gesunde Frühstück und stehe dann als Erste heute morgen bei meiner Ärztin auf der Matte. Also: Keine Sorge!

* Surftipp No. 33

Donnerstag, 25. März 2010

Slätthult

Bereits vor dem Frühstück dreieinhalb Mal die Welt umrunden...

Müde, voller Gedanken, Ideen, Tatendrang und Freude werde ich mich jetzt ins Bett schicken und morgen zur Psychiaterin.

Auf dem Foto zu sehen ist mein heutiges Morgenwerk mit "Slätthult" von Ikea, das schon seit einem Jahr im Keller vor sich hin gammelte und auf seinen Einsatz wartete. Leider aber nicht klebt.

Surftipp No. 32

Montag, 2. Februar 2009

Ich hab die Haare* schön...

* und die Nägel und die Haut. Die Nägel sind nicht mehr abgefressen oder brüchig und die Haut ist nicht mehr verpilzt oder verpickelt. Und beim Duschen fallen kaum noch Haare aus – stattdessen wachsen sie splissfrei und munter in die Länge. All das ohne Spezial Dragees. Ein weiterer Erfolg der neuen gesünderen Tantenkost und Lebensweise...

Heute trage ich unsere gemeinsame neue SPECK-MESS-WESTE. Sie hat vier Knöpfe. ICH bekomme die oberen beiden problemlos zu, die unteren nur mit Luft-anhalten und recht wurstig. ER hat zwar den besseren BMI als ich, bekommt aber noch keinen Knopf zu. Dennoch steht sie auch jetzt schon uns beiden ganz gut.

Die Jeans, die ich heute trage, habe ich im Fettimonat November gekauft. Inzwischen könnte ich damit schon das erste Titelbild der Stern-Diätserie nachfotografieren. Flickenhose ich komme!!! (siehe Posts vom 10. und 13.01.).

Am Freitag hat sich auch meine Psychiaterin gesorgt. Dabei gibt es doch klare Zeichen für echtes manisch-sein. Zur Zeit habe ich keine stechenden, großen, glasigen Augen. Auch meinen Fakir-für-Anfänger-Test bestehe ich nur manisch. Das Wort habe ich vor ca. einem Jahr in einem ebensolchen unerwünschten aber nicht unangenehmen Zustand kreiert für folgende Übung: eiskalt (ohne Zappeln, Keuchen, Kreischen) unter der eiskalten Dusche stehen bleiben können.

Das habe ich auch heute nicht geschafft ;-)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Frrrühling wird's...

...ganz sicher irgendwann demnächst in den nächsten 6 – 8 Wochen. Wie jedes Jahr. Ganz verlässlich löst der Frühling jeden Winter ab. Ist das schön. Gestern war erstmals in 2009 für einen Moment ein ungefährer Frühlingsgeruch in meiner Nase.

Oh weh, jetzt muss ich wieder auf meine Worte achten, und auf den Inhalt des Posts. Was bei anderen Menschen (ohne meine Diagnose) als postives Denken gilt, kann in meinem Fall die Manie-Alarmglocken klingeln lassen... Puh, DAS ist echte Behinderung (ich könnte grün vor Neid werden, auf Menschen, die "gesund" einfach mal ungestört gut drauf und produktiv sein können, wenig schlafen dürfen u.ä.)
Ich bin/werde behindert. Entweder eine real existierende Phase behindert mich, oder die Angst vor einer solchen. Und wenn nicht meine Angst, dann die meiner liebevoll-gutmeinenden Mitmenschen. Wenn sie nicht mit auf mich achten würden, wäre es auch nicht gut. Darum schreibe ich dies ganz ohne Sarkasmus, vielmehr betrübt darüber und selbstmitleidig. Alternativ zu diesen Gefühlen muss ich mich noch zu einer gesünderen Haltung finden. Nicht einfach. Aber dieses Mal, da ich nicht in fressen + TV-glotzen flüchte, kann es gelingen!

Gestern Abend habe ich mich beim Krafttraining abreagiert und laut Studio-Technogym-Computer insgesamt 11268 kg gestemmt!

Wer glaubt, das bloggen gefährlich für manisch disponierte Menschen ist? Wer glaubt, das ich aktuell manisch bin? Wer hat einen ultimativen Rat für mich?


Oh, zwei Posts zuvor finde ich in meinem eigenen Blog (ja, ich blogge in erster Linie für mich!) etwas passendes, nämlich eine Affirmation, die Louise Hay bei Depressionen empfiehlt:

"Ich erhebe mich über die Ängste und Begrenzungen anderer Leute. Ich erschaffe mein Leben selbst."


Danke, Louise.

Dienstag, 20. Januar 2009

Stier, weiblich, 40, schlank

Diese Überschrift ist ein Ausblick auf 2011. Wenn ich das also 2009 so hinbekomme und 2010 auch und überhaupt von nun an für alle Zeit... und das will ich unbedingt!

Gestern gab es nichts außer Arbeit und Erkältung. Kein Flamencotanzen, keine Akkupunktur, bäh! Wenigstens gesundes Essen! Heute wird zwar ähnlich, aber für eine Therapiestunde nehme ich mir Zeit. Und meine Sporttasche liegt schon gepackt im Auto! Hoffentlich klappt das heute abend!

Mein Abnehmprozess ist, erst recht wenn er von Erfolg gekrönt sein soll, nicht separiert zu betrachten. Es ist ein Runderneuerungsprozess. Fett wurde ich auch aus vielen verschiedenen Gründen, nicht zuletzt psychischen. Ergo muss ich mich natürlicherweise auch mit meiner Vergangenheit, meinem Innenleben, Spiritualität und ähnlichen Themen befassen. Ja, meine Schwester hat recht, es sind auch Themen, zu denen ich auch in manischen Phasen eine erhöhte Affinität habe...

Doch dieses Jahr beginne ich definitif maniefrei. 2008 war mir eine Lehre und absolut genug!
Bloggen ist auf geistiger Ebene ähnlich wie Tanzen auf körperlicher Ebene ein gutes Ventil.
So gesehen bin ich allerhöchstens "teilzeitmanisch" - ja ich scherze. Auch wenn meiner auf ihre Art vom Miterleben/Ertragen meiner bisherigen Phasen gebeutelten/traumatisierten engeren Umwelt da vielleicht weniger zum Scherzen zumute ist...

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ausgebremst?! Nein, nur eine kleine Zwangspause.

Obwohl ich gestern stündlich Globuli einwarf, ist sie nun da: die Scheisndreck-Erkältung. Aber dieses Mal werde ich sie nicht verschleppen! Also: No sports*, nix abbeide, weiterhin viiiiiel trinken, leichte gesunde Ernährung, schlafen und auch sonst die Füße still halten.

*"Etwas Sport kann nicht schaden!" – ist ein Erkältungsmythos und falsch! Bei einer Erkältung ist das Immunsystem bereits geschwächt. Große Anstrengungen können zu ernsten Folgeerkrankungen führen.

Tja, dann werde ich wohl frühestens am Samstag zu meinem Trainertermin ins Fitnessstudio gehen können... Hoffentlich!
Nach dem krassen Sonntagsrudern, gleich am Montag 3 Stunden Flamenco tanzen und erst nach Mitternacht heimkommen war körperlich wohl ein ganz klein wenig zu viel für den Anfang. Zwar habe ich mich daraufhin Dienstag extra geschont und gestern nur den Powerwalk mit Leonie gemacht... aber vielleicht war der schon zu viel. Mist!

Na ja mein Körper will mir wohl Zwangsruhe verordnen, nach meinem innerlich so turbulenten Jahresstart. Hab's zwar - alhamdudillah - geschafft, NICHT MANISCH zu werden, aber anstrengend und schlafraubend waren sie, die Umbrüche in meinem Kopf und Neuigkeiten wie Blog schreiben, Flamenco tanzen und allerlei neue Recherchen und Einfälle...

Hab es sogar heute nicht zu meiner Therapeutin geschafft. Aber dafür habe ich mich diesesmal ganz alleine im Griff behalten!!!

Samstag, 3. Januar 2009

Noch mehr Gefahr und eine schlichte Frage...

Diese Blogidee hat ihre Gefahren.
1. Sie kann das Maniemonster animieren.
2. Stichwort negative Kalorienbilanz:
Was verbrennt wohl mehr Kalorien?
Die Maus klicken
oder
den Hund ausführen???

Darum geh ich jetzt endlich mit unserem Superelo in den wintersonnigen Wald. Walken.
Und das Monster soll weiterschlafen! So.