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Mittwoch, 7. März 2018

Geiles Praktikum!


Zwischen Januar und Februar absolvierte ich mein zweites Praktikum für die EX-IN-Ausbildung in der Psychiatrie der Uniklinik Frankfurt auf Station 93-3 bei Professor Reif und Dr. De Greck.

Die Zeit übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Ich durfte so viel lernen, auch über mich. Hatte EINEN EIGENEN SCHLÜSSEL, vielleicht das Prägnanteste, um meine Zugehörigkeit zur "anderen Seite" zu spüren. Meist Vormittags, oft auch länger als 4 Stunden am Tag durfte ich fast überall dabei sein und ein Gefühl für meine Rolle als Genesungsbegleiterin entwickeln.

Als solche werde ich mich nun für Herbst GENAU DORT bewerben, Prof. Reif hat mich bereits dazu ermutigt... Gedrückte Daumen und gute Wünsche nehme ich gerne entgegen!

>>> Uniklinik Ffm im ART-BLOG: Architektur und Skulptur...



Samstag, 20. Mai 2017

In bester Gesellschaft...


... war ich neulich an meinem Geburtstag (Rekord: 150+ Gratulationen auf FB und WA!!!) –

UND bin ich in meinem neuen "Zuhause", der MILES! mit dem allerliebsten Marcus Jäck und Senior-Profis wie Fasel und Schwöbel... und dieser Journalismus-Professor (mit dem weißen Haupthaar), der u.a. bereits den Dalai Lama, Helmut Schmidt und Gorbi traf, begegnet mir ganz und gar liebenswürdig auf Augenhöhe und lehrt mich Wertvolles... wow, welch Geschenk!!!!




Auch ein geniales Geschenk:
Psych-K (R) -Sitzungen mit meiner alten/neuen Freundin Iris Korkus. Mir geht es besser denn je.

Weitere tolle Geschenke bekam ich zu meinem 46. - Einhörner von den sweet Nichties, 1x Therme von Iris, einen mobilen Meditationshocker von Wahlschwester Jana, eine Prince-Biografie von Mama uvm. - und vom Leben - nach 3 Monaten Depri - endlich wieder Antrieb, Flow und Fröhlichkeit...

... und dank der neuen Therapie und der neuen Jobs bleibt
alles im grünen Bereich...


Meine aktuellen Jobs/Ehrenämter:
- MILES! (Grafik + stellvertretende Chefredaktion)
- ein Grundschul-Kunstprojekt mit 27 Kids von 1. bis 4. Klasse – demnächst mehr im ART-Blog
- Verrückt? Na und! - Schulaufklärungsprojekt
- Artikel für den Compassioner
- Schreib/Buchprojekte mit Iris, mit anderen Menschenlehrerinnen/Bipo-Ladies etc...

Life NOW is beautiful. DANKE :)

Freitag, 21. Oktober 2016

Lucie lacht...


Ja, da lacht die Lucie zu Recht. Was macht eine Frührentnerin so? Die Wand anstarren? Von früh bis spät im Netz rumsurfen? Rund um die Uhr Gassi gehen? Ich kenne solche. Und solche.

Auf jeden Fall etwas hinzuverdienen*, denn die Frührente ist kein Paradies – es kommt nur sehr wenig herum.

*Leider ist die Höhe des erlaubten Zuverdienstes begrenzt. Ein Minijob, Punkt. Es bleibt also bei wenig. Ich habe da grooooßes Glück an der Seite meines Liebsten, der mich füttert und mit mir beispielsweise solch wunderschöne Reisen wie gerade eben macht... Reiseberichterstattung folgt bald...


Was macht also DIE MUSE?  
Alias DIE BIPOLARE MUSE?

Die Muse lässt das Musen nicht. Einmal Künstlerin, immer Künstlerin. Ja, ich bin jetzt erst mal Frührentnerin. Brotlose Kunst geht auch als solche. Die nächsten zwei Jahre über bereite ich (erneut) meinen Durchstart vor. Denn zunächst wurde die Erwerbsminderungsrente nur für zwei Jahre bewilligt. Hahaha, denn danach habe ich ja (leider) immernoch meine bipolare Störung an der Backe. Halloooooo? Geneeeetisch?! Eeeerblich?! Nach zwei Jahren gesund, ich? Upps? Schön wär's ;)

Lieber wünsche ich mir REALISTISCHERES. Nämlich, dass ich dann – chronisch krank hin oder her –, in zwei Jahren einfach keine finanzielle Unterstützung vom Deutschen Rentenverband mehr brauche, sondern wieder einzahlen kann! Und zwar weil...

1. Weil ich mich in den zwei Jahren erholt und gefangen habe, weil ich nun etwas Luft habe, die Dinge etwas langsamer und nicht mehr so zwanghaft und spitz kalkulatorisch anzugehen.

2. Weil ich bis 2018 (mindestens) einen Bestseller geschrieben habe. Bin schon dran, an meinem zweiten Buch.

3. Weil mehr und mehr Menschen mit mir zusammen arbeiten wollen. Als Kunden und als Partner. Mit mir gemeinsam wertschöpfen möchten. Weil ich endlich meine Talente gewinnbringend verkaufen kann.

4. Weil ich mir bis dahin zusätzlich zum berreits erreichten Abschluss samt Zeugnis meiner Menschenlehrer-Ausbildung noch zusätzlich mein offizielles Zertifikat als integraler Coach erarbeitet habe und als solcher wirke, beispielsweise in den Bereichen Suizidprävention und Aufklärung!

5. Weil ich auch weiterhin an einer neuen eigenen Bühnenshow festhalte!

>>> Und all das MIT ODER OHNE PHASEN. Jedenfalls unbeirrt. Ich kalkuliere von nun an endlich mal vorsichtshalber alles mit ein (Lehre aus meiner jüngsten Doppelphase). Das soll mich aber an meiner Selbstverwirklichung nicht hindern! Hugh.


Dann heisst es im Idealfall ab 2018/19: nie mehr Minilohn, fragwürdige Arbeitszeiten und Klappe halten. Letzteres nehme ich aktuell zunächst mal in Kauf... lerne dabei auch vieles und bleibe in der gemeinen alltäglichen Arbeitsroutine (inkl. früh aufstehen, regelmässig pflegen, schminken und ordentlich anziehen...). An meinen "freien" Tagen kann ich ja immernoch mit fettigen Haaren im Pyjama vor dem Laptop sitzen. Zumindest solange, bis Lucie mit mir raus will. Oder der Mann mit Hunger heimkommt und mal keinen Bock hat, nach seinem harten, langen Arbeitstag selbst zu kochen... (Vorsatz für 2017 schon mal notieren: eine bessere Ehegattin werden...)

Und dennoch werde ich die wenigste Zeit herumsurfen, denn ich gestalte, schreibe, texte, blogge weiterhin. Auch meinen Musen-Newsletter soll es weiterhin geben...


Sonntag, 6. Dezember 2015

Die erste Heldin

 Foto + Bildüberschrift: HumanTrust

ALLE VON NATUR AUS BIPO
Berlin, Human Rising 
mit Gastauftritt von Nathalie Karg
Eine kleine Hintergrundberichterstattung aus erster Hand

Ja, ich bin es selbst, die schreibt. Ich, die erste Heldin.

Ein Programmelement im Human Rising gestern am 5.12.2015 lautete "Helden des Alltags". Und es war mir eine Ehre, diesen Teil des insgesamt erhebenden Human-Rising-Tages zu eröffnen.
Es folgte eine schmackhafte Mischung aus Gesang, Tanz und Talk mit magic Stefan, der skandinavisch-orientalisch tanzenden Tigerlady Astrid, einem heissen Salsa-Quartett der besonderen Art (including Stefan - ich habe noch nie so sexy Rollstuhl- Salsa gesehen!!), dem bezaubernden Sternenkind Helena und Powervoice Ludmila & the Menschenlehrer-Hymn-Singers.


Gesang, Tanz und Talk waren auch die Einzelbestandteile meines Auftrittes im Kosmos in Berlin. Wie es dazu kam, was auf dem Weg dahin geschah und wie ich mich im Einzelnen fühlte - das möchte ich stichpunktartig mit Euch teilen.


Vorgeschichte bzw. Frühgeschichte 1974
Abba gewinnt mit Waterloo diesen europäischen Gesangswettbewerb. Zum Siegersong hat Klein-Nathalie, dreijährig ihren ersten öffentlichen Auftritt. Tanz. Sie plärrt und macht sich steif...als sie nach der Nummer von der Bühne wieder runter soll.


Ende der 80er
Viele Ballettauftritte später finde ich im Flamenco endlich meine Heimat und Musiker, mit denen ich fortan wieder einige Bühnen betanzen darf.


2010
entdecke ich meine Singstimme (...wieder. Als Kind sang ich nervtötend viel) - und zwar im Gospelchor (ich berichtete über das Gospel- Europarekord-Projekt mit Mano Ezoh) wie auch in meinem geliebten Flamenco.


2011
kreiere ich meine erst abendfüllende Revue "Toll im Quadrat" mit Gesang und Tanz, Flamenco, Comedy und bipolarem Puppentheater.


2015
September bis November

Im Menschenlehrer-Ausbildungsmodul 3 trete ich mit der Gala-Abend-Gruppe auf und zeige meine Neukreation extra zum Anlass – Kraft der Stille: "Silent Flamenco".
(Kurz zuvor habe ich mein ideelles Projekt "Die bipolare Muse" ins Leben gerufen. Geoutet habe ich mich nicht nur in der Ausbildung sondern mit meiner Gruppe "Bipolar" auch bereits im Human Trust.)
Am letzten Tag erklärt Veit seine Helden-des Alltags-Idee für Human Rising ... und zwinkert mir zu. Meine ich jedenfalls.


Also mache ich mich promt ans Schreiben. Und filmen. Und schicke Veit mein erstes Bewerbungsvideo.

"Weniger Show und kürzer", kommt zurück.

Hmpf.


Immerhin nicht "Nein, diesmal nicht", denn diese Option gab es auch... Also: Recall.


Es folgt ein Mini-Telefoncoaching mit dem Meister. Er sagt, ich solle ruhig erstmal mit meinem Mann in den Urlaub fahren und ihm danach mit Ruhe ein neues Video schicken.


Doch ich habe keine Ruhe. Gar keine. Schreibe täglich neue Konzepte. Visualisiere. Empfange Visionen. Schreibe. Probe. Verrücke Möbel, um Platz zu haben, beispielsweise für ausladende Bewegungen mit meinem grossen Fransentuch, Bestandteil des Flamencoparts. Und filme wieder. Und wieder. Schneide. Stoppe die Zeit, Kürze, Schreibe neu. Filme wieder. Und schicke noch vor dem Urlaub einen zweiten Videolink zu Veit, damit ich in Ruhe fahren kann. Im Urlaub visualisiere ich mich und meine 10 Minutes of Fame im Kosmos während jeder Morgenmeditation. Wenn man es dann überhaupt noch Meditation nennen kann...


Zurück daheim, eine Mail von Veit. Herzklopfen.

"Weniger Show. Kürzer."

Doppel-Hmpf.
Ich überlege, eine Liste zurückzuschicken zum Ankreuzen, was soll weg, was darf bleiben: rosa Fächer, roter Rock, Fransentuch, hessischer Gesang, Flamencologie-Vortrag, die Po-Kreisel-Drehung, Witz eins, zwei oder drei...
Ich führe hadernde, quengelnde, empörte Zwiegespräche mit meinem Lehrer, dem Flamencobanausen, pah. In Gedanken. In Echt anhören muss es sich mein Mann. Nein, er muss nicht, aber er tut es. Liebevoll und nüchtern-analytisch.


Also gut, nochmal neu: reduce to the max. Mehr Nathalie, weniger Gazpacha. Raus aus der Komfortzone... Einige meiner Menschenlehrerkollegen, die auch auf die Bühne dürfen, erklären mir die Welt und sprechen mir Mut zu. Mein Holönsche (Menschenlehrer-Übungs-Dreiergruppe) schenkt mir einen Grossteil unserer gemeinsamen Live-Sitzung und pimpt (= coacht) mich profimässig. Da bricht das Eis und der Knoten in meinem Kopf. Ich lasse los und vertraue.


Dezember
Es folgt eine knappe Woche rasende Vorfreude. Ich verzichte schweren Herzens auf den zeitgleich stattfindenden Workshop und das Gospelkonzert mit meinem aller-allerliebsten Chorleiter Nehemiah Brown, der ganz selten aus Florenz anreist und denke wieder einmal über das Thema "Entscheidung und Wahl" nach. Mein Mann spendiert die Flugreise nach Berlin und die Hunde-Sitterin und das Beruhigungsparfum und es kann losgehen.


Hurra, Freitag nur Anflug, Ruhe, Zweisamkeit, BERLIN-Sightseeing (Körperwelten Museum, Magisches Museum, Hackesche Höfe)...

Denkste...:
Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt lese ich eine Mail in meinem iPhone: "Bitte schicke umgehend noch ein Zitat für den Hintergrund."
Aaaaahgrrrh!!! Gerade hatte ich doch – gemäß meines neuen weniger-ist-mehr-Modus – auf ein Hintergrundbild verzichtet, das ich mir als diplomierte Kommunikationsdesignerin ursprünglich noch schick selbst machen wollte...
Der Weihnachtsmarktbuden-Kellner leiht mir sein Blöckchen und Stift (sensationelle Beobachtung übrigens: die Mehrheit der Berliner, die wir treffen ist voll nett, herzlich und liebenswürdig, wa). Er bekommt nur seinen Stift zurück. Den Block habe ich vollgekritzelt. Schnell alle Zettel abfotografieren und zum Team schicken. Sollen die doch aussuchen, ich hab Urlaubstag. Das machen sie - wie alles andere auch - perfekt, zu lesen ist dann auf meiner Hintergrundprojektion:

"Sind wir nicht alle von Natur aus bipo?"


Samstag, 5. Dezember 2015, 7:50h
Soundcheck. Ich bin pünktlich, Ehrensache. Wenn's um die Kunst geht, um das, was mir wirklich, wirklich heilig ist, kann ich plötzlich Disziplin... jaja... Timm und Claude betreuen "uns Künstler" sowohl psychologisch als auch technisch liebevoll, geduldig und professionell. Ich teste mein geliebtes Headsetmikro und meinen Flamencoschuh-Sound auf Teppichbühne und bewundere die anderen Helden des Alltags. Ludmillas Gesang und Stefans Rollstuhltanz entlocken mir erste Tränchen.

Samstag, 5. Dezember 2015, 16:55h
Nach inspirierenden Stunden mit Veit und Themen wie Metaebene, Chaosforschung, Spiral Dynamics, wogegen wir kämpfen, persönliche Mission ist es soweit: Veit sagt mich an und...

"La Gazpacha" schreitet singend und tanzend auf die Bühne.

Dann häute ich mich und breite meine ganz eigenen Flügel aus.
Nathalie Karg ganz üppig. Freestyle, Spass, Flow... meine Karriere als Speakerin hat begonnen.

Mission possible. Danke.


 
Und die Vorbereitung... im Schnelldurchlauf und Echtzeit!

Freitag, 23. September 2011

"Ohne Papst wärst Du auf dem Titel"

... so der BEDW zum Artikel über mich in der Taunuszeitung. Den ich mir eben kurz vor Ladenschluss geholt habe, weil mich ein aufmerksamer + aufdringlicher Makler darauf aufmerksam gemacht hat. Wenn es darum ginge, Makler zu sammeln wäre unser Hausverkaufsprojekt sehr erfolgreich... ich erneuere hiermit meine Bestellung: Bitte noch dieses Jahr solvente Käufer!!!

Meine zweite Bestellung läuft auf ein reales Blunaland hinaus. Wünsch! Bestell!!! Die Perle in der Auster ist's nicht geworden. Weird story. Never cry over spilt milk.

Die Früchte meiner künstlerischen Arbeit des letzten Dreivierteljahres zu ERNTEN macht mindestens ebensoviel Spaß, wie die Samen säen und die Beete pflegen... ich besuche selbst gerne meine Ausstellungen in der Klinik Hohe Mark. Und die des BEDW. Dort ist es so schön, daß ich mich fast dort gerne einmal ausschlafen würde. Leider nicht zuständig. Also schlaf ich mich nun zu Hause aus. Wenn ich mal gerade keine Makler empfange oder putze oder aufräume...

"Oberursel. Die letzte Station von Nathalie Kargs Kunstparcours ist in einer dunklen Nische im Kirchsaal der Klinik Hohe Mark eingerichtet und trägt den Buchstaben Z: Eine Taschenlampe baumelt von der Decke und kann angeknipst werden. An den Wänden steht eine Art Anti-Depressivum."

» 'Tanzen, singen, zeichnen und mir Bühnenspektakel ausdenken, das alles mache ich schon seit meiner Kindheit', sagt sie. «